„IRGENDWANN PACKT ES DICH“

 

Postmuseum Friesoythe: Wolfgang Letzel (60) paart Heimatkunde mit Sammelleidenschaft


Er engagiert sich ehrenamtlich für den Erhalt der Heimatgeschichte. Schwerpunkte: Post und Telekommunikation

von Carsten Bickschlag


Friesoythe - Sein großes Interesse für Heimatkunde gepaart mit seiner ausgeprägten Sammelleidenschaft machen ihn für Friesoythe so wertvoll. Wolfgang Letzel (60) hat in seinem Leben schon mehrere zehntausend Exponate gesammelt und dokumentiert – alles dreht sich dabei um Friesoythe, die Post und die Telekommunikation. „Irgendwann packt dich die Sammelleidenschaft“, sagt der Rentner, der zuvor einige Jahrzehnte bei der Deutschen Post und Telekom beschäftigt war.

1988 gründete er gemeinsam mit Albrecht Schrader das Postgeschichtliche Museum Friesoythe. Allein in diesem Museum, das sich im Rathaus Stadtmitte in Friesoythe (Lange Straße) befindet, gibt es

17 000 Exponate, die mit der Post und dem Fernmeldewesen im Bereich Weser- Ems zu tun haben. Mittlerweile ist das Postmuseum das größte im gesamten Nordwesten. 2000 Besucher werden pro Jahr unter seiner ehrenamtlichen und fachmännischen Leitung durch die Räume geführt. „Das macht mir großen Spaß. Jeder hat irgendwie mit dem Thema zu tun und kann Geschichten erzählen“, sagt Letzel. Die Führung von Schulklassen und Kindergruppen übernimmt Heidi Beckmann.

Derzeit fährt der Friesoyther jeden morgen zum Museum und steht dabei vor einer riesigen Herausforderung: „Ich bin dabei, unser Archiv zu digitalisieren – bevor es kaputt geht.“ Das bedeutet: 10 000 Bilder einscannen, 4000 Dias digital umwandeln und zahlreiche Lehrfilme auf DVD brennen. Natürlich muss dann noch alles betitelt werden. „Das ist einen Aufgabe für die nächsten 50 Jahre.“

Auch für das Werkhaus Pancratz in Friesoythe (Kirchstraße 13) ist Letzel aktiv. Dort kümmert er sich hauptsächlich – wie könnte es anders sein – um die Archivierung der unzähligen Gegenstände und Unterlagen, die in dem historischen Gebäude gefunden wurden.

Besondere Freude hat Letzel auch an seinen drei Enkelkindern Ann-Kathrin (13), Malte (11) und Linus (8). Der Mittlere kommt mit ihm auch öfter ins Museum. Mit ihm teilt er die Faszination für Technik, „aber nicht für das Sammeln“, fügt Letzel schmunzelnd hinzu. (Quelle: Nordwest Zeitung - 18.12.10)

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